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Ein Traum wurde wahr - Teil 5 - von Daddy
 
Ausgeschlafen packten wir morgens unsere 7 Sachen und fuhren in eine urige Kneipe/Bar um dort zu frühstücken. Da wir noch eine längere Strecke vor uns hatten, hielten wir uns dort nicht zulange auf. Nach knapp 1 Std. Fahrt erreichten wir Key Largo. Von hier aus ging es auf der eins immer geradeaus Richtung Key West. Es ist berauschend, dieses faszinierende und einmalige Naturwunder auf einer Goldwing erleben zu dürfen. Oftmals trennten uns nur 5 Meter von der Straße bis zum Meer.
 
 
 
 
Über viele Brücken, (eine war über 12 km lang) welche in ihrer Ausdehnung und Form außergewöhnlich waren, sie verbinden die einzelnen Inseln, erreichten wir im Nachmittag unser Ziel. Auch dort herrschte in den Straßen das absolute Chaos. Da Key West eine Touristenhochburg ist, waren die Straßen total verstopft und die Sache nach einem Hotel gestaltete sich problematisch. Dank Detlefs Orientierungssinn, trotzt dessen wir uns einige Male verfahren hatten, erreichten wir das vorgesehene Hotel, welches sich von außen ganz anders gestaltete. Nach Klärung der Zimmerverfügbarkeit stellten wir unsere Moppeds in der Tiefgarage ab und bezogen die für uns vorgesehenen Zimmer. Als wir das Unsrige öffneten, blieb uns erst einmal die Spucke weg. Ich kann nur sagen, WOW! Klimaanlage, Flachbildschirm, riesen Betten, alles wie geleckt. Der Innenhof gestaltete sich innerhalb der Stadt mit Bäumen, exotischen Gewächsen, einem beleuchteten Pool und einer separaten offenen Bar wie ein tropischer Garten. Und das alles mitten in einer Stadt. Obwohl der Zimmerpreis 130,00 Dollar betrug, war jeder Cent gut angelegt. 
 

daddy_florida_023.JPGNach ca. 1 Stunde machten wir uns auf den Weg, um die Stadt zu erkunden. Detlef führte uns erst einmal zum südlichsten Punkt von Florida. Dieses ist ein von Touristen beliebter Treffpunkt um auch dort Erinnerungsfotos zu machen. Da Detlef uns von den außergewöhnlichen und unbedingt zu erlebenden Sonnenuntergängen vorgeschwärmt hatte, machten wir uns auf den Weg Richtung Hafen. Dort lagen mehrere Kreuzfahrtschiffe vor Anker. Auch konnten wir Darbietungen von diversen Artisten verfolgen. Alles in Allem herrschte ein buntes Treiben. Gespannt harten wir dem Sonnenuntergang  entgegen. Zur gleichen Zeit machten sich 2 der Kreuzfahrschiffe zum Auslaufen bereit. Dieses war für uns Landratten ein imposantes Schauspiel. Leider hatten wir mit dem Sonnenuntergang nicht so viel Glück, da mittlerweile einige Wolken aufgezogen waren. Dennoch war der Anblick des auslaufenden Schiffes mit der untergehenden Sonne im Hintergrund ein Erlebnis.

 

Nun meldete sich auch unser Verdauungstrakt zu Wort. Der Magen knurrte. In den reichhaltigen und vielfachen Angebot an Restaurants fanden wir endlich ein passendes, welches in seinem Speiseangebot und dem Ambiente allen zusagte. Auch hier war die Bedienung überaus freundlich, verständnisvoll bei der Bestellung (englisch kann doch ganz schön schwierig sein) und servierte das von uns bestellte Essen in einem Rutsch. Alle waren von der Zubereitung und Größe der Portionen - ich glaube ich hatte einen halben Ochsen auf dem Teller - begeistert. Danach trennten wir uns, um abschließend für unsere Kinder/Enkelkinder noch einige Andenken und Geschenke bzgl. Key West zu kaufen. Gegen 23.oo Uhr waren auch wir wieder wohlbehalten in unserem Hotel eingetroffen. Nun konnten wir den herrlichen und von vielen Seiten indirekt beleuchteten Garten bewundern. Das war schon ein Hammer. Bei einer Flasche Rotwein ließen wir mit Birgit und Jochen den wunderschönen Abend ausklingen und gingen zu Bett.

 

daddy_florida_005.JPGAm nächsten Morgen wurden wir durch Sonnenstrahlen geweckt. Einige von uns waren schon am frühstücken. Auch wir versorgten uns am Buffet, welches sehr reichhaltig war. Da wir ursprünglich um 9.oo Uhr starten wollten, aber das Ausschecken länger dauerte, kam schon ein bisschen Hektik auf. Gegen 9.30 Uhr ging es dann zügig los. Schnell hatten wir die Stadt hinter uns gelassen um in dieser Traumlandschaft zurück nach Key Largo zu fahren. Von dort aus ging es dieses Mal nicht über Miami sondern Richtung Homestead und weiter bis nach Sweetwater. Dort sind wir dann auf die 41, welche komplett durch die Everglades geht, gefahren. Am Straßenrand konnten wir einige überfahrene Krokodile sehen. Auch wurde mit Hinweisschildern auf Panther hingewiesen. In der Nähe von  Naples steuerte Detlef eine ihm bekannte Pizzeria an. Dort stärkten wir uns mit einigen dargebotenen Köstlichkeiten und 3 großen verschiedenen Pizzen, an welchen sich jeder bedienen konnte. Total gesättigt trennten wir uns dort von Roswitha, Detlef, Ulrike und Horst.

 

Über Estero ging es auf direktem Weg nach Cape Coral. Insgesamt hatten wir an diesem Tag ca. 330 Meilen in einem Rutsch zurückgelegt. Alle hatten trotz Eincremen einen leichten Sonnenbrand. Noch überwältigt von dem Erlebten saßen wir am Pool und freuten uns, dass alles so gut gelaufen war. Am Mittwoch wollten die Frauen noch einmal Schoppen gehen. Danach besuchten wir die in Fort Myers ansässigen Goldwing und Harley Händler noch einmal. Bei der Größe der Geschäfte und Vielfalt der zu bestaunenden Zubehörteile und Moppeds ist es immer wieder ein Erlebnis. Für den Abend hatten wir uns alle verabredet, um Gemeinsam Abschied zu feiern. Wir hatten uns ein Steakhaus ausgesucht. Dort angekommen mussten wir wie gewohnt solange warten, bis wir an einen Tisch geführt wurden. Dieses Mal suchte sich Barni den halben Ochsen aus. So etwas Köstliches habe ich zuhause noch nicht gegessen. Das Fleisch war so zart, dass es auf der Zunge zerging. Nun wollten wir noch einen Absacker zu uns nehmen. Detlef schwärmte von einer Kneipe, die er schon einige Jahre kennt. Also machten wir uns gemeinsam auf den Weg. Freundlich wurden wir empfangen und an einen Tisch gebeten. Die obligatorischen Bierkrüge wurden gebracht um anschließend das eisgekühlte Bier zu genießen. An einem Billardtisch ging es hoch her. Dort waren einige Spieler lautstark am diskutieren. Ich gesellte mich zu ihnen, um dem Treiben zuzuschauen. Es wurde um Geld gespielt. Da alles friedlich verlief, beteiligte ich mich an einigen Gesprächen. Gerne hätte ich noch länger zugeschaut, aber die anderen waren schon in Aufbruchsstimmung. Etwas traurig fuhr ich mit den Anderen nachhause. Donnerstag war unser letzter Tag. Sachen packen, Haus aufräumen, Moppeds waschen. Gegen Mittag bekamen wir noch einmal Besuch von Ulrike und Horst, mit denen wir noch etwas zusammengesessen und getrunken haben. Gegen 17.oo Uhr kamen auch Roswitha und Detlef um uns zum Flughafen zu bringen. Traurig verabschiedeten wir uns von ihnen und checkten ein.

 

Der Flug war etwas turbulent. Einige von uns fühlten sich überhaupt nicht wohl. Pünktlich landeten wir auf dem Flughafen von Düsseldorf. Nach der Verabschiedung von Birgit und Jochen machten wir uns mit dem Shuttlebus Richtung Parkplatz. Nachdem Barni seinen Platz hinter dem Lenkrad eingenommen hatte, kehrte das wahre Leben zurück. Er fuhr wie „ein Schwein“. Trotz mehrmaligem Bitten von Chris, doch bitte nicht so zu rasen und aufzufahren, erlebten wir Höllenqualen auf den Rücksitzen. Schweißgebadet erreichten wir mit Gottes Hilfe Daasdorf. Nun konnten wir endlich gemächlich mit unserem Auto Richtung Heimat fahren.

 

Wenn ihr also wirklich einmal etwas Unvergessliches erleben wollt, kommt ihr an Florida nicht vorbei.

 

Bis zum Wiedersehen, evtl. in Belgien wünschen wir allen Wingern noch nachträglich ein frohes und gesundes Jahr 2010!

Ursel und Daddy

 

 

 

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